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38 und 200 Tage-Linie I Basic Wissen für Trader

Die 38 und 200 Tage-Linien gelten in der Finanzbranche als wichtige Indikatoren für Trader.

Für was diese Tage-Linien stehen und wie sie entsprechend angewandt werden, erfährst du in diesem Artikel.

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Als Tage-Linien bezeichnet man die historische Kursmarke aus vergangenen Zeiträumen.

Durchbricht eine Kurslinie die Tage-Linie von oben nach unten, so spricht man von einem Verkaufsignal.

Im umgekehrten Fall sendet das Durchbrechen ein Kaufsignal.

 

So entstehen Tage-Linien

Man zieht also die Durchschnittswerte (arithmetische Mittel) der Schlusskurse als Vergleichswerte zur Hand. 

In unserem Fall also die Schlusskurse der letzten 38 Tage bei der 38 Tage-Linie, oder eben die Schlusskurse der letzten 200 Tage, bei der 200 Tage-Linie.

Die Tage-Linien werden oftmals an Charts angelegt, um kurzfristige Kurs-Entwicklungen vorherzusagen bzw. zu prognostizieren.

Es handelt sich bei den angewandten Linien zwar nur um Indikatoren, sie liegen doch in vielen Fällen richtig mit ihren Prognosen und sind deshalb ein beliebtes Tool unter Tradern.

 

Tage-Linien als täglich Brot

Aber nicht nur private Trader, sondern auch viele computerbasierte Tradingsysteme und auch große Fonds nutzen diese Techniken zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren. So hängen große Summen an den Signalen dieser Tage-Linien.

 

Dies ist mitunter einer der Gründe, warum Kursübertreibungen oftmals bei Überschreitung (dem sog. Ausbruch) dieser Tage-Linien zur Stande kommen. Denn wenn viele Trader die gleichen Indikatoren nutzen, werden bei Überschreitungen dieser Linien auch gleichzeitig die hinterlegten Stopp-Kurse ausgelöst (Kauf oder Verkaufssignale), was dazu führt, dass in einem kurzen Zeitraum große Summen gehandelt werden.

 

Mehr dazu in meinem Artikel Emotionen und Psychologie beim Investieren

 

Dax Chart stammt von Ariva.de


Lukas Kümmerle, Investor Schule