Emotionen & Psychologie beim Investieren

Die Märkte werden oftmals als rational bezeichnet. Warum Emotionen und Psyche vieler Anleger oftmals das Gegenteil beweisen und viele Menschen ihr Geld verlieren. Und warum Computer niemals den gesamten Markt dominieren werden.

Emotionen & Psyche beim Investieren

 

 

 

"Der Mensch handelt normalerweise rational, doch Emotionen widerlegen diese These und können dich am Ende bares Geld kosten"


Im Prinzip ist Investieren ja gar nicht so schwer. Weitreichende Recherche-Arbeiten im Vorhinein und kaufen, wenn die Unternehmensanteile gerade günstig erscheinen. Oder noch besser; wenn es gerade einen Crash gab sofort nachkaufen.

Doch ganz so einfach ist es eben nicht. Warum Emotionen und die Psyche vielen Anlegern oftmals einen Strich durch die Rechnung machen und sie anschließend haufenweise Geld verlieren.

 

Emotionen können bares Geld kosten

Doch ein Großteil der Anleger gerät inmitten von Finanzkrisen und anderen geopolitischen Auswirkungen auf die Märkte oftmals schnell in Panik. Werden die Bilanzzahlen im Depot rot, dann herrscht oftmals Chaos, gerade bei Privatanlegern.

Im Vorhinein hat man etliche Bücher gelesen und Videos geschaut. Wie Carl Mayer von Rothschild es einmal treffend sagte: "Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen." Dies ist nicht nur irgendein Spruch, denn hinter ihm steckt ein großer Faktor über Erfolg, oder Niederlage an der Börse.

Dabei würde es auch schon reichen nicht inmitten einer Schwächephase alles zu verkaufen, aus der Angst, die Märkte werden nun endgültig den Bach runter gehen. 

 

Es gilt rational und emotionslos zu handeln

Man muss eben das Gefühl aushalten können, wenn das eigene Depot tief in den roten Zahlen steckt. Deshalb gibt es eben auch nicht nur Gewinner an den Börsen, sondern auch zahlreiche Verlierer und Pessimisten. Statistisch gesehen besteht aber kein Grund zur Sorge.

Wenn du deine Arbeit im Vorhinein machst, deine Unternehmen analysiert hast und der Überzeugung bist, dass es auch für eine konjunkturelle Niedrig-Phase gewappnet ist, dann handle, wie oben beschrieben, rational und emotionslos. 

Das heißt dann also für dich alles so lassen wie es ist und am besten deine favorisierten Unternehmen nachkaufen.

Höre nicht auf das, was dir die "Börsengurus" im TV oder sonst wo einreden wollen, vom Ende der Welt und so weiter. Wenn ich bis jetzt immer auf das gehört hätte, was in den Medien publiziert wird, hätte ich wohl auch bereits eine Menge Geld verloren.

 

MEIN TIPP

Wer jedoch nicht hundertprozentig auf seine eigene Psyche vertraut, der kann im Vorfeld Stoppkurse setzten. 

Dies gilt jedoch für Verluste, wie auch für Gewinne, da die Emotionen Furcht und Gier sehr verwandt sind und ähnlich agieren.

Diese Verlustgrenzen müssen aber eingehalten werden und nicht einfach gestrichen, oder die Grenzen verschoben werden.

 

 

Computer sind keine Menschen

All diese Gründe bewegen mich auch zu einem komplett anderen Argument. Es geht dabei um die Übernahme der Börsen und Investorenplätze durch Roboter und Algorithmen. Roboter mögen vielleicht von der Aufnahmefähigkeit und dem Informationsfluss besser besser sein, als wir Menschen. Jedoch kann kein Roboter sich bislang auf emotionale Handlungen einstellen. 

Dies ist für mich auch der Grund, warum ich davon überzeugt bin, dass Computer und Roboter niemals die Märkte beherrschen werden. Beide führen nämlich im Endeffekt Befehle aus, die von uns Menschen hinterlegt worden sind.

Keine Frage, natürlich ist der Markt bereits mit vielen Computern ausgestattet. Dazu kommen die zahlreichen Onlineplattformen zum Traden. Dies führt dazu, dass starke Kursschwankungen innerhalb kürzester Zeit schon längst keine Seltenheit mehr geworden sind.

Computer werden nämlich von Menschen programmiert und angelernt. Sie führen Befehle stumpf aus und reagieren nach dem Schema "Aktion - Reaktion".

 

Computergesteuertes Trading hat die Märkte also verändert und machen Überreaktionen bei gesetzten Stopp-Kursen zu alltäglichen Wegbegleitern. Jedoch ist dies nicht weiter schlimm, wenn man weiß, wie der neue Markt eben funktioniert und man sich dementsprechend positioniert. Dabei gilt es seine Emotionen immer im Griff zu haben.

Langfristig hat der Investor am meisten Erfolg, der am rationalsten handelt.

 


Lukas Kümmerle, Investor Schule