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Konjunkturzyklus erklärt I Die 4 Phasen

Oftmals wird von Konjunktur, oder Konjunkturdaten gesprochen. Deshalb wird es Zeit, den Begriff verständlich zu erklären.

Ich zeige dir was die Konjunktur allgemein beschreibt und warum man sie gerne in die 4 Phasen des Konjunkturzyklusses einteilt.

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Die Konjunktur beschreibt einfach gesagt, dass eine Volkswirtschaft nicht immer die gleiche Produktion erwirtschaftet, sondern diese in einem Zeitraum höher, in einem anderen Zeitraum niedriger ist und somit schwankt.

 

Eine Konjunktur verläuft normalerweise zyklisch wie im Bild oben beschrieben. Die Begriffe lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Aufschwung: zuversichtliche, steigende Nachfrage durch die Marktteilnehmer
  • Boom-Phase: grenzenlose Nachfrage durch die Marktteilnehmer, Hochkonjunktur
  • Abschwung: pessimistische, nachlassende Nachfrage durch die Marktteilnehmer
  • Rezession: Tiefphase ohne, oder nur mit sehr geringer Nachfrage durch die Marktteilnehmer 

Konjunkturschwankungen entstehen oftmals durch das Zusammenwirken von mehreren Faktoren:

  • Nachfrage nach Gütern weltweit & Investitionsbereitschaft
  • Beschäftigungsgrad der Volkswirtschaft
  • Reallöhne (nach Abzug Inflation) & Kaufkraft der Konsumenten
  • vorgegebener Leitzins von den Zentralbanken (hauptsächlich FED & EZB)

Verändern sich diese Faktoren und Gegebenheiten, so kommt es zu Veränderungen in der Auslastung und im Endeffekt zu Konjunkturschwankungen. Dies ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung der Prozesse und in der Praxis spielen auch noch Faktoren wie Emotionen der Marktteilnehmer und andere Gründe für Veränderungen des Konjunkturzyklusses mit ein.

Denn ein jeder Zyklus ist von Fakten, aber eben auch von psychologischen Einflüssen geprägt.

 

Dazu unterteilt man konjunkturelle Auswirkungen gerne auch nach der Dauer, in entsprechende Zeiträume ein:

  • saisonale Zyklen: dauern meist wenige Monate und haben nur geringe Auswirkungen.
  • konjunkturelle Zyklen: dauern in der Regel mehrere Jahre. Resultieren aus Ungleichheit zwischen Angebot und Nachfrage auf den Märkten.
  • strukturelle Zyklen: dauern mehrere Jahrzehnte und oftmals bis zu 60 Jahren. Sie resultieren aus grundlegenden Änderungen/Umstrukturierung des jeweiligen Wirtschaftssystems. 

Lukas Kümmerle, Investor Schule