Warum der Kampf gegen den Klimawandel verloren ist I Ein Exkurs

Der Klimawandel. Früher noch ein Wahlthema der Grünen, aber heute traurige Wirklichkeit. Warum die Menschheit zu wenig tut.

Nicht nur die Natur und die Menschen werden darunter leiden, sondern auch unsere Wirtschaft und die Finanzmärkte.

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"Wir lernen daraus mal wieder: Der schlimmste Feind der Erde ist und bleibt nun mal der Mensch."


Einige Staaten tun bereits viel für den Kampf gegen den Klimawandel.

Vorreiter sind beispielsweise Schweden, Portugal und Frankreich. Deutschland ist auf Platz 8 wiederzufinden und hat die Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel verloren.

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Diese Grafik von Germanwatch beschreibt mit das größte Problem:

Das Engagement von Seiten Europa gegenüber den Klimasündern China, Russland und Amerika

Quelle: Germanwatch CAN


Auf der anderen Seite der Medaille finden wir aber immer noch sogenannte „Experten“ die meinen, dass der Ausstoß von CO2 nicht einmal mit dem Klimawandel zusammenhängt oder Präsidenten, die den Klimawandel generell anzweifeln (siehe AFD oder Trump).

Jedoch sind sich über 98 Prozent der Wissenschaftler einig, dass es einen Klimawandel gibt, der die Durchschnittstemperatur auf der Erde Jahr für Jahr weiter ansteigen lässt und im gleichen Atemzug die Eisvorkommen schmelzen lässt. Diese Szenarien sind hauptsächlich auf einen drastisch überhöhten CO2 Ausstoß der Weltbevölkerung zurückzuführen, welcher möglich ist, da in manchen Teilen der Welt Wirtschaftlichkeit massiv über ethischen Werten steht.

CO2 Emissionen pro Kopf

 

CO2 Emissionen pro Kopf laut IEA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Spiegel.de


Deshalb wird es auch nichts bringen, dass es einige Staaten gibt, die sich wirklich für das Thema Klimawandel einsetzten.

Denn von der Bevölkerungsdichte und dem gesamten CO2 Ausstoß gesehen, machen diese Staaten nur einen winzigen Teil aus.

Die großen Player wie die USA und China schalten weiter auf Stur. Ein verheerender Fehler.

Anbei ein Video, das die Lage gut beschreibt.

 

Die Frage der CO2 Bepreisung

Die größte Gefahr für das Klima ist, dass zu wenig Geld in CO2-arme und zu viel Geld in CO2-intensive Technologien und Branchen fließt. Um dieses Problem zu lösen, müssen die globalen Finanzströme in Richtung Klimaschutz gelenkt werden.

Eine wirksame Maßnahme dafür wäre eine globale Bepreisung des CO2-Ausstoßes.

 

Wie unsere Welt sich entwicklen könnte, wenn wir nicht schnell umdenken und Geld in die Hand nehmen


Staaten, Konzerne und eine Frage des Geldes

Fakt ist ohne Moos nichts los. Der Umstieg in eine klimafreundliche Welt kostet nun einmal Geld. Viel Geld.

Doch was noch viel mehr Geld kostet, sind die Folgen von Umweltkatastrophen.

Dazu kommt die Verschärfung der Flüchtlingskrise. Denn mit einer Verfehlung der Klimaziele wird die Hitze in den afrikanischen Gebieten zunehmend unerträglich werden und die Menschen werden versuchen in neue Gebiete umzusiedeln.

Deshalb sollte es eigentlich schlauer sein jetzt das nötige Kapital in die Hand zu nehmen, als am Ende die Missstände nur auszubaden.

Jedoch ist, mit Ausnahme einiger skandinavischen Ländern, niemand bereit entscheidendes Geld bereit zu stellen und den Wandel aktiv voranzutreiben.

Entwicklung der CO2 Emissionen weltweit

 

Dramatischer Anstieg der CO2 Emissionen weltweit laut Spiegel

 

 

 

Quelle: Spiegel.de


Es gibt auch bereits gute Ansätze

Die Wirtschaft macht sich immer mehr sorgen um die Auswirkungen des Klimawandels auf das allgemeine Investitionsklima.

So sind es überraschenderweise momentan Banken und Investoren, die Kapital in die Hand nehmen, um etwas gegen den Wandel zu tun.

Ganze 32 Billionen Dollar legen sie nun gemeinsam an.

Neben der Abwendung verheerender Klimakrisen könnte dies zudem ein lohnendes Geschäft werden, wenn unsere Unternehmen und Länder nämlich "grüner" wirtschaften.

Was wir tun können

  • E-Auto fahren oder öffentliche Verkehrsmittel beanspruchen
  • bewusster Konsumieren (Fleisch und auch Industriegüter)
  • weniger Fliegen
  • uns aktiv einsetzten für einen Umschwung

 

Was die Staaten tun müssen

  • die Dramatik des Klimawandels verstehen
  • Geld in die Hand nehmen, um etwas zu bewegen (auch Steuergelder)
  • CO2 Zertifikate höher bepreisen

Selbst wenn wir es schaffen sollten, die Klimaziele in den nächsten Jahren annähernd zu erreichen, mag dies vielleicht eine gute Vorbildfunktion für die anderen Staaten dieser Welt haben.

Die Klimapolitik zieht immer öfter öffentliche Blicke auf sich. Doch es ist meiner Meinung nach unrealistisch geworden, die Ziele noch zu erreichen. Im Gegenteil. Dadurch, dass wir sie Jahr für Jahr eben nicht erreichen, geben wir für die kommenden Jahre noch höhere Ziele aus.

Jedoch macht es absolut keinen Sinn, wenn der Großteil der Staaten den Klimawandel anzweifelt oder nicht einmal ernst nimmt.

Der Kampf gegen den Klimawandel könnte deshalb schon längst verloren sein und Umweltkatastrophen, wie wir sie in letzter Zeit immer wieder mit ansehen müssen, werden zum neuen Alltag werden und langfristig auch das Wirtschaftswachstum indirekt beeinflussen.

Andere Visionäre suchen bereits nach neuen Planeten, auf denen wir in der Zukunft überleben können, wie beispielsweise der Tesla CEO Elon Musk, mit seinem Mars Erkundungsprojekt „Space X“.

Jedoch wird dabei vergessen aktiv an unserer Erde zu arbeiten, umzudenken, zu investieren und im Endeffekt schlimmeres zu verhindern.

Wir lernen daraus mal wieder: Der schlimmste Feind der Erde ist und bleibt nun mal der Mensch.


Lukas Kümmerle, Investor Schule