PASSIV INVESTIEREN - SO GEHT'S

"Für denjenigen, der das Investieren selbst in die Hand nehmen möchte und dabei sowohl Kosten sparen, als auch sein eigenes Portfolio zusammenstellen möchte"



ZIEL DER STRATEGIE

Du stellst dir ein Portfolio selbst zusammen, indem du ausschließlich aktiv und/oder passiv gemanagte Fonds nutzt.

Du stellst dir also ein passives Portfolio aus verschiedenen Fonds zusammen, sodass du breit am Markt aufgestellt bist, ohne dabei viel Zeit zu opfern. Hohe Renditen sind mit dieser Strategie trotzdem möglich.

Aber zunächst solltest du die folgenden drei Schritte durchführen, um dich in Sachen der Investitionsbereitschaft besser kennenzulernen und dein individuelles Anlageprofil zu erstellen:


Investieren Lernen Der Einstieg Investor Schule
Risikoklasse ermitteln Investor Schule
Anlageprofil ermitteln Investor Schule


Weiter geht's


Den richtigen broker finden

Es gibt unzählig viele Broker auf dem Investmentmarkt.

Um den passenden Broker für deine Anlagebedürfnisse zu finden, haben wir bereits einen separaten Artikel für dich verfasst.

Schau ihn dir an, um den passenden Broker für deine Bedürfnisse zu finden. Hier gehts zum Artikel "Finde deinen Broker"

Finde deinen Broker Investor Schule


was du an kapital benötigst

Bis heute herrscht der Aberglaube, dass nur vermögende Menschen und Millionäre an der Börse Gewinne einstreichen können und damit das großes Geld verdienen. Dies ist jedoch nicht richtig. Heutzutage ist es nämlich möglich mit kleinen monatlichen Sparbeiträgen zu investieren. Dies ermöglicht es uns als Privat- und Kleinanleger bereits mit kleinen Beiträgen an den Kursgewinnen an den Börsen zu partizipieren. Dazu kommt, dass man bei der Hausbank keine fixen Gebühren mehr bezahlt, sondern sogenannte Kostenquoten.

Diese Quoten machen es für Kleinanleger viel wirtschaftlicher Gelder anzulegen. Die Kostenquote besteht aus dem Ausgabeaufschlag und der Gesamtkostenquote. Kostenquoten sind von Bank zu Bank unterschiedlich, jedoch auch nicht unglaublich hoch und sollten dich nicht daran hindern deshalb nicht zu investieren.

 

Bei der passiven Anlagestrategie solltest du auf jeden Fall mindestens 25 Euro im Monat zurücklegen können, welche du dann selbst in deine Fonds mittels Sparplan investieren kannst. Nach oben gibt es natürlich kein Limit und auch Einmalanlagen eines Fixbetrags sind durchaus möglich.


WAS FÜR ANLAGEPRODUKTE KANN ICH NUTZEN

Bei der passiven Strategie ist das Ziel möglichst hohe Renditen bei geringem Zeitaufwand zu erwirtschaften.

Dieses Ziel kann man erreichen, indem man aktive und/oder passiv gemanagte Fonds benutzt und sich diese in sein Depot legt.

Doch du fragst dich sicherlich was aktiv und passiv gemanagte Fonds eigentlich sind. Schau dir deshalb zunächst unsere Artikel dazu an, in dem wir dir die Unterschiede erläutern. (hier gehts zum Artikel)

Für welche Art du dich entscheidest, musst du dir selbst überlegen. Beide Produkte sind auf jeden Fall gut und haben ihre Daseinsberechtigung.


WO FINDE ICH PASSENDE FONDS FÜR MEIN DEPOT

Wenn du nach passiv gemanagte Fonds (auch ETFs) suchst, empfehle ich dir den Selector von justETF zu nutzen. 

Dort bekommst du einen wunderbaren Überblick über die Faktoren Performance, Kostenquote und Zusammensetzung der ETFs.

Du kannst dort kinderleicht nach deinen Bedürfnissen filtern und dir deine Favoriten zusammenstellen. Hier gehts zu justETF

Suchst du jedoch nach aktiv gemanagten Fonds, oder du möchtest verschiedene Fonds miteinander vergleichen, so empfehle ich dir den Fonds Finder von Fonds Supermarkt. Hier gehts zu Fonds Supermarkt


auf welche kriterien muss ich BEI DER fonds auswahl schauen

Auf folgende Faktoren ist bei der Fonds-Auswahl (egal ob aktiv oder passiv gemanagt) zu achten:

Fondsgröße

Zunächst gibt es keine Norm für die perfekte Größe eines Investmentfonds. In der Regel fährst du jedoch besser mit größeren Fonds, da diese eine höhere Liquidität aufweisen.

Mit größeren Fonds gehen oftmals auch gleichzeitig niedrigere Kosten für dich als Investor mit einher.

 

Ausschüttung

Thesaurierend oder Ausschüttend, je nach Geschmack

Bei ausschüttenden Fonds werden deine Erträge zu einem bestimmten Stichtag direkt an dich ausgeschüttet.

Bei thesaurierenden Fonds werden deine Gewinne einfach wieder in den Fonds eingespeist und re-investiert.

Eine Ausschüttung findet also nicht statt, sonder die Anteile bleiben im Fondsvermögen und erhöhen deinen Anteilwert.

 

Volatilität 1 Jahr

Die Volatilität des Fonds innerhalb eines Jahre gibt an, wie hoch die Schwankungsbreite im vorangegangenem Jahr war. Dieser Fakt trägt auch zu deinem Risikomanagement bei, nämlich in wie weit du bereit bist diese Volatilität hinzunehmen.

 

Allgemeine Zusammensetzung des Fonds

Um sich ein optimales Bild des jeweiligen ETFs zu machen, ist es ratsam und quasi ein "Muss", sich den Factsheet bzw. das Verkaufsprospekt des Fonds durchzulesen und vor allem auch zu verstehen. (Investiere nie in etwas, was du nicht verstehst)

 

Du siehst dann genau wie der jeweilige Fonds aufgebaut ist und welche Titel er beinhaltet bzw. versucht abzubilden.

 

Fondswährung

Ob dein Fonds auf Euro oder US-Dollar Basis lautet spielt keine Rolle. Ein Währungsrisiko liegt nämlich defakto nicht vor.

Warum dies so ist, kannst du hier im Detail nachlesen.

 

 

Ausgabeaufschlag

Der Ausgabeaufschlag ist eine Gebühr, die du als Investor einmalig zahlen muss, wenn du neue Fondsanteile erwirbst.

(beispielsweise bei jeder neuen Sparrate)

Üblicherweise wird diese Gebühr prozentual ausgewiesen und der Ausgeber des Fonds oder dein Broker behält sie ein.

 

Kostenquote (TER)

Die Total Expense Ratio (TER), oder auch Kostenquote, ist eine Kennzahl, die dir verrät, welche Kosten bei einem Investmentfonds jährlich zusätzlich zum Ausgabeaufschlag anfallen.


Zu guter letzt fragst du dich vielleicht, warum der Faktor Rendite nicht in der Liste auftaucht. Jedoch finde ich es immer sehr schwierig die Performance eines Fonds aus der Vergangenheit als Maßstab für zukünftige Ereignisse anzulegen.

Passt der Fonds, von seiner Gestaltung her, zu deiner persönlichen Anlagestrategie, so ist die Rendite aus der Vergangenheit zunächst nebensächlich.


SParplan oder einmalanlage

Zu der Frage Sparplan oder Einmalanlage komme ich zu einer klaren Antwort.

Für mich persönlich macht bei einem langen Anlagehorizont der Sparplan mit monatlichen Raten eindeutig mehr Sinn.

Durch einen Sparplan musst du nämlich nicht versuchen "market timing"zu betreiben und versuchen so billig wie möglich einzukaufen. Man sollte einfach einen Sparplan auf einen fixen Tag im Monat laufen lassen und diesen nicht verändern. 

Dadurch, dass du dann nämlich mal teurer oder mal billiger kaufst, brauchst du dich nicht mit dem "timen deiner Käufe" zu beschäftigen.

Somit kommt der Cost-Avergae Effekt ganz auf seine Kosten und kann bestmöglich in deinem Interesse arbeiten. 

Dazu ist diese Art des Sparens auch sehr zeitschonend.


Cash quote

Die Cash Quote dient dazu Geld bei Seite zu legen, welches man investiert, sobald die Märkte einen Einbruch erleiden, oder momentan besonders günstig erscheinen.

Bei dem Besparen von Fonds ist es meines Erachtens nicht unbedingt notwendig eine Cash Quote im Hintergrund aufzubauen.

Dadurch, dass beim Einzahlen von monatlichen Sparraten der Cost-Avergage Effekt voll und ganz zum Tragen kommt braucht man dies also nicht unbedingt zu berücksichtigen. Für denjenigen der sich damit aber besser bzw. sicherer fühlt kann selbstverständlich jeden Monat einen Teil seiner Sparrate auf einem separaten Konto parken, wo er seine Cash Quote ausbaut.

Ich persönlich strebe immer eine Cash Quote zwischen 15 und 20 Prozent meines Depotwerts an um handeln zu können, sobald ich unterbewertete Unternehmen oder Märkte ausgemacht habe, die ich schnellstmöglich kaufen und in meinem Depot abbilden möchte.


Wie eine passive anlagestrategie aussehen könnte

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie eine passive Anlagestrategie im Detail ausschauen könnte. Eine einfache, wie auch wirkungsvolle Strategie könnte jedoch beispielsweise folgendermaßen aussehen:

Man richtet sich einen Sparplan bei seiner Bank ein und legt einen monatlichen Sparplan fest. (100 Euro Sparrate pro Monat)

  • -> 65% ETF auf MSCI World
  • -> 25% ETF auf MSCI Emerging Markets
  • -> 10% Cash auf ein separates Konto (z.B.: Tagesgeld, Sparkonto, Girokonto)

Mit diesen beiden passiv gemanagten Indexfonds kannst du den gesamten Weltmarkt effektiv abbilden.

Dazu baust du über die Zeit eine gewisse Cash Position an, welche du in den Markt einfließen lassen kannst, wenn die Kurse mal wieder weiter unten stehen.

Wenn du davon überzeugt bist, dass einzelne Sparten oder Branchen noch besser abschneiden werden, kannst du auch noch branchenspezifische ETF´s besparen.

Desto länger du dabei bist, desto eher wirst du das nötige Fingerspitzengefühl für diese Entscheidungen bekommen.


ALSO FANG MIT DER RECHERCHE AN UND BAU DIR DEIN EIGENES PORTFOLIO ZUSAMMEN


passiv investieren für dich zusammengefasst

Passiv Investieren Leitfaden Investor Schule

*Bei den zum Ausdruck gebrachten Informationen handelt es sich nicht um eine Anlageberatung, sondern lediglich um meine persönliche Meinung und Sicht auf die Dinge. Tätige niemals unüberlegte Käufe, ohne die jeweiligen Risiken zu kennen. Bitte sei dir bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können.