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Inverse Zinsstrukturen I Der Vorbote einer Rezession

Oftmals wird in der Wirtschaft von inversen Zinskurven gesprochen.

Was das genau ist und warum sie oftmals als Indikator einer kommenden Rezession herangezogen werden.

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In der Regel rentieren festverzinsliche Wertpapiere mit längerer Restlaufzeit höher als Papiere mit kürzerer Restlaufzeit.

Ist nun aber das Gegenteil der Fall, so spricht man von einer inversen Zinsstruktur.

 

Ist die Zinsstruktur auf festverzinsliche Wertpapiere, wie beispielsweise der von Staatsanleihen invers, so gilt dies in Fachkreisen oftmals als Vorbote einer sich ankündigenden Rezession.

 

Als Indikator gelten oftmals die amerikanische Zinskurven, bezogen auf deren Staatsanleihen.

Schauen wir uns die Renditen der Anleihen innerhalb der letzten Jahre einmal genauer an:

 

Aktuelles Beispiel zum nachdenken

renditen amerikanischer staatsanleihen
Stand 13.01.19 Quelle: investing.com

Schaut man sich nun die aktuellen Renditen für amerikanische Staatsanleihen an, kommen wir zu folgendem Ergebnis:

  • 10-jährige = 2,699 %
  •  5-jährige = 2,527 %
  •  2-jährige = 2,543 %

Wir sehen also, dass die Rendite der 2-jährigen Anleihe höher ist, als der der 5-jährigen.

Somit wird die Zinskurve unterbrochen, weshalb wir momentan eine inverse Zinsstruktur vorliegen haben.


Lukas Kümmerle, Investor Schule