Infineon AG I Analyse des deutschen Halbleiterherstellers

Das Dax Unternehmen hat in den letzten Jahren erfolgreiche Zeiten verbuchen können. Die Sparte der Halbleiter ist nach wie vor gefragt.

Heute schauen wir uns den international sehr erfolgreich tätigen Konzern einmal genauer an.

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"Ein deutscher Zukunftswert, welcher momentan negativ vom Handelskrieg beeinflusst wird."


Bei Infineon handelt es sich um eines der wenigen reinen Tech-Konzerne aus Deutschland, welches auch weltweit bekannt und zudem gefragt ist.

Infineon stellt seine Halbleiter und Chips hauptsächlich für Industrieprodukte aus den Bereichen Automotive, Vernetzung und Haushalt her. 

Diese Ausrichtung bzw. Spezialisierung auf diese Produkte grenzt das Unternehmen auch von den Konkurrenten NVIDI, welche sich hauptsächlich mit Computerplattformen, dem Gaming Markt und mit dem Krypto-Geschäft beschäftigen und dem bereits analysierten Unternehmen Skyworks Solutions, die ihre Halbleiter eher in den Bereichen Telefon, Navigation, Smart Home vertreiben, ab.

Das Geschäft der Halbleiterherstellung liefert gute Margen und die Nachfrage nimmt mit zunehmender Digitalisierung von Unternehmen und Haushalten stetig zu.

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Wertentwicklung der Aktie von Nov. 2015 bis heute

 

 

 

 

 

Quelle: finanzen.net


Die Aktie hat innerhalb der letzten 6 Monat über 20 Prozent an Wert einbüßen müssen. Die Verluste lassen sich jedoch mit der unsicheren Wirtschaftslage, dem anbahnenden Handelskrieg, zwischen den USA und China, sowie der kriselnden Autobranche in Deutschland begründen.

Die nackten Zahlen

Das Unternehmen besitzt momentan eine Marktkapitalisierung von 20,7 Milliarden Euro. (Somit fast doppelt so hoch, wie vergleichsweise Skyworks Solutions)

Die Umsatzbilanz vor und auch nach Steuern steigt weiter kontinuierlich.

Mit einem KGV von 20 und einem KBV von 3,45 ist das Unternehmen meines Erachtens leicht unterbewertet.

Das Unternehmen ist mit Verbindlichkeiten in Höhe von 4,783 Milliarden und einem Eigenkapital von fast 6,5 Milliarden solide aufgestellt.

Für eine Rezession wäre das Unternehmen also gut gewappnet, da es nur über eine in Relation gesehen geringe Schuldenlast verfügt, welche die Verantwortlichen "relativ einfach" mit dem vorhandenen Eigenkapital ausgleichen könnten.

Zudem schafft es das Unternehmen eine gute Balance zwischen "Netto-Gewinne erwirtschaften" und "in die eigene Entwicklung investieren" zu finden.

Abschließend

Ich bin der Meinung, dass Infineon noch einiges an Wachstumspotential vorzuweisen hat.

Die Aktie hat in dem vergangenen halben Jahr Verluste hinnehmen müssen, welche Investoren nun eine gute Einstiegs-Chance bieten.

Alle Kernbereiche des Unternehmens weisen zudem dauerhaft steigende Umsätze vor.

Mit einer Dividende von aktuell 1,38 Prozent ist langfristig gesehen auch noch ein gutes Stück mehr drin und de fakto noch Luft nach oben.

Kurzfristig könnte die Aktie noch vom Handelskrieg zwischen den USA und China, sowie von potentiellen Autozöllen betroffen sein. 

Dazu kommen die aktuellen Unsicherheiten bei Apple, welche ebenfalls zu einem leichten Kursverfall sorgten.

Wie bereits angesprochen bietet der momentane Kurs meines Erachtens jedoch gute Einstiegs-Chancen, für Investoren, die sich für die Halbleiter-Sparte interessieren.

Langfristig bin ich jedoch der Meinung, dass sich die Aktie positiv entwickeln wird.


Lukas Kümmerle, Investor Schule