Generation Z I Ferne Probleme, die doch so nah sind

Die Generation Z, welche die Generationen ab dem Jahrgang 2000 beschreibt, wird langfristig einige Lasten auf den Schultern tragen müssen. Die Thematik scheint noch weit weg zu sein, aber ist sie das wirklich und die Angst vielleicht begründet?

Wie Social Media und ein fehlendes Einwirken des Staates die Zukunft dieser Generation gefährden.

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"Im Worst-Case Szenario werden die Menschen auf Dauer immer unglücklicher werden.

Egal ob aus persönlicher oder aus finanzieller Sicht"

 


Zunächst, ich bin ein großer Fan unserer heutigen Technologien, Verfechter der Digitalisierung und ständiger Befürworter neuer Forschungsstandards.

Jedoch entwickeln wir uns teilweise in eine gefährliche Zone, da diese Technologien bei den jüngeren Generationen, der sogenannten Generation Z, für eine Art Realitätsverschiebung sorgen und sich die Sicht, sowie Interessen der jungen Menschen immer weiter verschieben.

 

Das heißt im „Worst-Case Szenario, dass durch den ständig aufkommenden Leistungsdruck, sowie das sich immer weiter verschiebende Weltbild junger Menschen, die junge Gesellschaft langfristig immer unglücklicher werden könnten.

Dies ist erst einmal eine harte Aussage. Aber ich erkläre auch, warum ich diese Gefahren aktuelle sehe:

 

Dieses Thema mag heute vielleicht noch weit weg sein, aber auf lange Sicht werden sich die Themen Depressionen, Selbstzweifel und Internet sowie Smartphone-Sucht immer weiter in unserer Gesellschaft etablieren.

Instagram, Facebook, Whats-App und viele weitere Social Media Foren werden zu einer eigenen „neuen Welt“.

Heutzutage sind Instagram-Likes wichtiger geworden, als die eigene Selbstbestimmung und es wird sich von den Meinungen anderer Leute abhängig gemacht.

Die sozialen Medien bestimmen quasi einen Teil des Wohlbefindens, entweder man ist beliebt oder eben nicht. Parallel dazu entwickelt sich teilweise leider auch das Selbstbewusstsein dieser Personen.

Generation Z und die Themen Politik & Gesellschaft

Immer weniger junge Menschen interessieren sich für Politik. Das ist ein großes Problem. Denn wenn sich niemand mehr mit den Themen auseinandersetzt, schwindet das Wissen und die Politikaufklärung in Deutschland, aber auch in anderen Teilen der Welt.

Politiker werden teilweise nur noch nach Aussehen bewertet und nicht nach politischen Inhalten oder Umsetzungswahrscheinlichkeit der Äußerungen. Dies mag nicht auf alle Personen zutreffen, jedoch nimmt die Unwissenheit bzw. das Nichtinteresse an diesen Themenfeldern drastisch ab.

 

Dabei wird immer wieder das Wahlrecht ab 16 gefordert. Meines Erachtens vollkommender Schwachsinn. Eine Art „Führerschein fürs Wählen“ wäre meines Erachtens eher angebracht, mittels dem man die Grundsätze der Politik und Wirtschaft abfragt.

Für jede Kleinigkeit gibt es in Deutschland bereits Auflagen, oder Tests, welche man absolvieren muss, um eine bestimmte Qualifikation zu erlangen. Doch das Recht zu wählen ist immer noch ein Privileg und eines der stärksten Rechte, welches wir besitzen.

Deshalb sollten wir es auch dementsprechend behandeln und nicht mit der Einstellung anzutreten, entweder nicht wählen gehen, oder sich nicht einmal Gedanken machen.

Junge Menschen, die mit 18/19 ihr Abitur abschließen und nun wählen dürfen wissen teilweise nicht einmal etwas über die Zusammenstellung im Bundestag, oder wer der Bundespräsident ist. Wenn man dann mal nachfragt werden diese Themen immer als nicht so wichtig abgetan, aber sind sie wirklich so unwichtig ? Ich denke sie sind wichtig und werden es es in Zukunft noch viel mehr.

 

Aber auch unser Bildungssystem ist teilweise an diesen Missständen schuld. Man lernt die 3. Wurzel aus x zu ziehen, aber nicht mehr für was die Parteien im Bundestag stehen, oder ich später mal meine Steuererklärung abgebe.

Dazu kommt der Punkt, dass sehr viele Schulabgänger nicht genau wissen, was sie tun sollen. Daher treffen immer mehr junge Leute die Entscheidung studieren zu gehen, was per se nicht falsch ist. Jedoch ist die Abbruchquote enorm gestiegen. Woran das liegt?

Naja die Persönlichkeitsentwicklung wird in der Schule immer weiter vernachlässigt und Themen wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nur noch grob angeschnitten, sodass die jungen Menschen sich erst einmal finden müssen, sobald sie die Schule verlassen haben.

Für das Alter vorsorgen wird oftmals als uncool oder nicht notwendig betrachtet

Die Leute geben ihr Geld aus, um von Monat zu Monat zu überleben. Immer das neuste iPhone, die neusten Klamotten oder das geleaste Auto. Wäre es nicht sinnvoll bereits jetzt etwas für die Zukunft zu tun?

Es muss ja nicht viel sein. Friedrich Merz (Politiker der CDU/CSU) kam neulich mit folgendem Zitat in der Presse. „Wenn jeder junge Mensch in der Ausbildung oder dem Job 5 Euro am Tag zurücklegt, werden diese später keine Probleme mehr haben.

Es ist oftmals eine Ausrede zu sagen, dafür habe ich kein Geld etc. (außer die Randgruppen in Deutschlands Einkommensschicht).

Im Endeffekt liegt es daran, wie man sich sein Budget einteilt und wie man der Sache vom Kopf her gegenübersteht.

 

Ich möchte mit diesem Artikel nicht über andere herziehen, ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass es noch eine „Offline Welt“ gibt, mit Themen, die nach wie vor von großer Bedeutung sind.

Deshalb finde ich, dass diese jungen Menschen sich wieder engagieren sollten, sich mit gesellschaftlichen Themen beschäftigen sollten und bereits jetzt aktiv für später vorsorgen.

Denn bei der momentanen Rentenpolitik darf sich bitte niemand mehr auf eine große Rentenzahlung im Alter einstellen.

(siehe Verteilung Erwerbstätige auf Rentner heute/Vergleich 2050)

 

Außerdem wird man nicht jünger, sondern älter. Und die Jahre vergehen wie im Flug, gerade wenn man jung ist.

Nutzt die Medien zu eurem Vorteil, aber richtig

Schließt Kontakte, baut ein Netzwerk auf, von dem ihr später mal profitieren könnt. Deshalb meine Ratschläge an die Gesellschaft für 2019:

 

-       Nehmt mal den Kopf hoch & das beschäftigt euch damit, was außerhalb der digitalen Welt passiert.

-       Fangt an etwas für eure private Vorsorge zu tun  (ihr werde sie in naher Zukunft brauchen).

-       Fangt an einen Teil eures Gehalts zurückzulegen und zu sparen.

-       Seid neugieriger, was in der Welt gerade los ist und macht euch mit politischen und wirtschaftlichen Themen vertraut.

 

Denn wir sind nun mal die Zukunft für die kommenden Jahre und werden viele Lasten aufgetischt bekommen.

Nur wenn wir umdenken und uns vorbereiten, werden wir die Probleme der kommenden Jahre lösen können.

Dabei wird kein Protektionismus oder ein Ausblenden der Tatsachen helfen, sonder aktives Handeln aller betroffenen Parteien.

Denn wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

 

Der Trend geht jedoch zu der von mir aufgestellten These. Und schaut man sich in seinem Bekanntenkreis mal genauer um, so kann man nicht leugnen, dass sich da etwas verändert.

 

Vielleicht ist dieser Artikel eine Überdramatisierung der aktuellen Geschehnisse, vielleicht beschreibt er aber auch den zukünftigen Wandel innerhalb der Generation Z. Die Zukunft wird es zeigen.


Lukas Kümmerle, Investor Schule