Warum ich weiter an Apple glaube I Analyse des Tech-Giganten

Apple steckt offiziell in seiner ersten echten Krise. Minus 10 Prozent hieß es letzte Woche an den Börsen für die Aktie des Tech-Giganten.

Warum ich weiterhin zu dem Unternehmen stehe und warum wir in diesem Jahr wunderbare Kaufkurse für Apple vorfinden werden.

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„Vor einem Jahr hätten wir uns noch gewünscht, Apple noch einmal für unter 160 Euro zu bekommen“


Erstmals in der Unternehmensgeschichte nehmen Apples Umsätze stärker ab, als im Vorfeld erwartet. Mit diesem Statement sorgte Tim Cook letzte Woche für Panik bei den Apple Aktionären und auch dessen Zulieferern.

Apple ist stark vom iPhone abhängig. Dies ist keine Neuigkeit, sorgte aber in den vergangenen Wochen für turbulente Kursstürze.

Das iPhone steht für rund 70 Prozent des Umsatzes. Um die Abhängigkeit zu verkleinern, baut der Konzern seine Dienstleistungen rund um den App- und iTunes-Store sowie den Musik-Streaming-Dienst Apple Music und das Cloud-Angebot aus.

Viele Analysten sehen jedoch schon das Ende der „Apple-Ära“ in Sicht.

Ich stehe Apples Zukunft jedoch positiv gegenüber und dies sind die Gründe für meinen Optimismus:

Das Unternehmen verfügt meines Erachtens über eines der besten Managements der Welt. Nachdem Steve Jobs aus dem Unternehmen ausschied, dachten nur die wenigsten, dass der momentane CEO Tim Cook das Unternehmen weiter wachsen lassen kann.

Doch er hat die Leute eines Besseren belehrt. Niemand verkörpert die Marke Apple besser, als ihr momentaner CEO.

 

Tim Cook über die momentane Situation bei Apple und des Umsatzeinbruchs in China


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Apple wird meines Erachtens oftmals zu stark auf die iPhone Sparte runter gebrochen. Apple ist viel mehr als nur das iPhone.

Zugegeben ohne den iPhone Boom wäre Apple heute nicht da, wo sie momentan stehen und die Sparte ist nach wie vor eine sehr wichtige für das Unternehmen. Jedoch besteht Apple aus mehreren Sparten, wobei gerade die Dienstleistungssparte in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird. In dieser Sparte hat Apple nach wie vor ein zweistelliges Umsatzwachstum. 

Apple Services besteht unter anderem aus iTunes, Apple Pay, der Cloud Sparte, dem App Store, Apple Care und dem digitalen Content.

Langfristig könnte die Dienstleistungssparte also der größte Umsatzfaktor bei Apple werden.

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Quelle: statista.com


Ein weiterer beachtlicher Punkt ist, dass Apple derzeit auf einem enormen Geld-Berg sitzt, welchen sie jedoch momentan nicht einsetzten wollen, oder auch nicht können.

Die Cash-Reserven des Unternehmens belaufen sich auf sage und schreibe 285 Milliarden Dollar.

Dies führt jedoch unweigerlich dazu, dass Apple in jeder Marktsituation in der Lage ist neue Technologien und auch Unternehmen aufzukaufen und somit auch auf lange Frist wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf der anderen Seite könnten sie ihre Verbindlichkeiten bzw. Schulden in kürzester Zeit ablösen.

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Wertentwicklung der Aktie von Dez. 2015 bis heute

KGV: 18

KBV: 10

Marktkap.: 615 Milliarden

 

 

Quelle: finanzen.net


Man sollte jedoch auch nicht naiv handeln, sodass man feststellen muss, dass bei Apple momentan eben nicht alles wie am Schnürchen läuft.

Apple hat mit der Teuerungsrate seiner iPhones wohl das momentane Maximum erreicht. Dazu kommt, dass der Smartphone-Bedarf momentan stagniert und der Markt ausreichend versorgt ist. So scheint es jedenfalls momentan.

Eine Erkenntnis bringt die Umsatzwarnung durch den Apple CEO jedoch ans Licht. Die Befürchtung einer Verlangsamung der chinesischen Konjunktur scheint festzustehen, was nicht zuletzt an der eigenen amerikanischen, protektionistischen Handelspolitik liegt.

 

Aber Apple ist und bleibt für mich ein super Unternehmen und ein genauso solides Investment für die Zukunft. Dazu kommt das herausragende Management und der Status der Marke Apple, innerhalb der Gesellschaft. Denn Apple hat sich nicht nur als Marke etabliert, sondern ist heutzutage bereits zu einem Statussymbol herangewachsen.

 

Die Kurse könnten in den nächsten Wochen noch einmal weiter ins Minus verlaufen, als diese Wochen zuvor. Die Gründe dafür habe ich bereits angesprochen.

Wenn man sich jedoch für das Unternehmen interessiert, sollte man nun überlegen in mehreren Schritten, nach und nach, zu investieren. Denn vor ein paar Monaten hätten sich viele nicht mal mehr zu träumen gewünscht die Aktie zeitnah für einen Preis von momentan unter 140 Euro zu bekommen.


Lukas Kümmerle, Investor Schule