Die Märkte im freien Fall I Was nun ?

Die weltweiten Aktienmärkte haben in den letzten Wochen einen schweren Stand. Weitreichende Korrekturen und Verluste sind von den deutschen, den asiatischen und auch den amerikanischen Börsen zu verzeichnen. In vielen Foren herrscht bereits leichte Panik und eine sich anbahnende Rezession wird vorhergesagt. Doch wo stehen wir gerade und was sollen wir nun tun? Meine Analyse der aktuellen Vorkommnisse.

 

"Amerikas momentane Zinskurve gilt als Vorbote einer sich nährenden Rezession an den Märkten."


Eine schwere Woche für viele Aktionäre geht nun vorbei. In den vergangenen 7 Tagen musste der deutsche Leitindex Verluste von über 7 Prozent hinnehmen. Der amerikanische Leitindex, Dow Jones, musste Verluste in Höhe von etwas weniger als 4 Prozent verzeichnen, wies jedoch auch eine enorme Volatilität in den letzten Tagen auf, welche bis vor ein paar Wochen noch als ungewöhnlich galt.

Doch warum gibt es dieses Jahr anscheinend keine Jahresend-Rallye und warum sind die Analysten momentan so pessimistisch.

Steht uns jetzt etwa die seit langem angekündigte Rezession vor der Tür?

 

Was löst die Panik an den Märkten momentan aus?

  • Die weiter unsichere Lage im Handelsstreit zwischen den USA und China. Diese Woche kam der 90-tätige Waffenstillstand zwischen beiden Nationen ins Wanken, als die Nachricht bekannt wurde, dass die Tochter des einflussreichen Geschäftsführers von HUAWEI, Meng Wanzhou, in Canada festgenommen wurde und nun an die Vereinigten Staaten ausgeliefert werden solle. Der Grund für die Festnahme seien angebliche Verstöße gegen die Sanktionen gegenüber dem Iran.
  • Amerikas Zinskurve sorgt für Unsicherheiten. Erstmals seit 2007 rentieren die Anteilsscheine 2-jährige Anleihen höher, als die der 5-jährigen. Dies gilt an den Börse als Vorbote einer Rezession. (Als normal gilt eine Zinskurve, wenn die kurzfristigen Zinsen unter den langfristigen liegen)
  • Die voraussichtlich nächste Leitzinserhöhung Mitte Dezember durch den FED-Chef Jerome Powell.
  • sowie die Aussichten auf das sich insgesamt eintrübende Wirtschaftswachstum weltweit.
Annäherung der Renditen für amerikanische Staatsanleihen

Annäherung der Renditen auf amerikanische Staatsanleihen im Jahr 2018


Überschneidung der Renditen für amerikanische Staatsanleihen

Überschneiden der Renditen auf amerikanische Staatsanleihen im Jahr 2018


Überreaktion der Märkte, oder doch schlimmer ?

Aktienmärkte sind bekanntlicherweise sehr emotional. Die Reaktionen in diesen Wochen, sowie die enorme Volatilität bestätigen diese These erneut.

Ob die Rezession nun doch früher kommt als bereits befürchtet, kann derzeit jedoch niemand genau sagen.

Die allgemeinen Vorzeichen sprechen jedenfalls momentan dafür, dass der breite Markt nicht mehr so stark wachsen wird, wie noch in den letzten Jahren angenommen. Der Zuwachs an den Märkten kühlt sich langsam aber sicher ab. Aber das ist nicht schlimm.

Diese Art von Konjunkturabschwung gab es schon immer und wird es auch weiterhin immer mal wieder geben. Dann heißt es eben aussitzen.

Daher heißt es die richtigen Unternehmen zu finden, um trotzdem zu den Gewinner zu zählen.

Doch was, wenn wir bereits mitten in einer Rezession stecken?

Eine weitere Vermutung meinerseits könnte sein, dass wir bereits in einem Vorboten einer sich anbahnenden Rezession stecken. 

Was da hilft? Naja viel kann man bekanntlich während einer Rezession nicht machen. Was du auf jeden Fall nicht machen solltest, ist panisch und naiv werden. Mein Reden ist immer wieder Kaufen, wenn die anderen Verkaufen. Du wirst dabei natürlich nie den Boden finden und den perfekten Einstieg erreichen. Aber das musst du auch garnicht.

 

Während einer Rezession kannst du die großen Gewinne machen, wenn du es schaffst über deinen Schatten zu springen und trotz aller Börsengurus in den schlechten Börsenzeiten nachzukaufen. 

Statistisch gesehen, hat man noch nie etwas falsch gemacht, wenn man kontinuierlich während einer Wirtschaftskrise nachgekauft hat.

Daher brauchst du einen gewissen Bestand an Barmitteln in der Hinterhand, denn während der Krise gilt das Motto "Cash ist King".

Du hast also meiner Meinung nach die Chance den Euro für 50 Cent zu kaufen, wenn du solide Unternehmen erwirbst, die nicht gerade in ihren eigenen Schulden versinken.

 

Daher mein Rat an euch:

Legt euch immer eine Cash-Quote bei Seite, welche ihr in den Markt werfen könnt, wenn es mal wieder schlechter an den Börsen läuft.

Bleibt auf jeden Fall ruhig und lasst euch nicht von Medien leiten, die euch in Krisenzeiten vermitteln werden, dass die Zeit der Aktien vorbei sei.

Springt über euern Schatten und kauft in Krisenzeiten. Behaltet euren ETF Sparplan kontinuierlich am Laufen und wenn ihr es schafft, kauft sehr gute Unternehmen zu billigen Preisen nach. (welche dies sind -> Live Portfolio)

Schafft ihr dies umzusetzen, werdet ihr ganz sicher nach einer gewissen Zeit mit saftigen Kursgewinnen belohnt werden.